Brennstoff Holz

Holz - Kaminholz
Christoph Neumüller wikipedia

Holzverbrennung – eine runde Sache Holz ist Energie, die ständig nachwächst und im Kreislauf der Natur ohne Nachteile für die Umwelt nutzbar ist. Stammt Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, so entsteht bei seiner Verbrennung nur soviel Kohlendioxid, wie vom nachwachsenden Wald wieder aufgenommen wird. Bei der Holzverbrennung wird die gleiche Menge Kohlendioxid freigesetzt, die auch bei der natürlichen Verrottung des Holzes entsteht. Bäume und alle anderen Pflanzen benötigen dieses Kohlendioxid für ihr Wachstum und filtern es aus der Luft. Zusammen mit gelösten Mineralien aus dem Boden und Energie aus dem Sonnenlicht bildet der Baum neues Holz als Brennstoff sowie Sauerstoff für unsere Atemluft. So schließt sich der Kreislauf und die Natur bleibt im Gleichgewicht. Die lebenswichtige Ozonschicht unserer Erde wird geschont und dem durch übermäßigen CO2-Ausstoß verursachten „Treibhauseffekt“ entgegengewirkt. Holz muss zum Heizen trocken, sauber und naturbelassen sein. Vor dem Verbrennen soll Holz zwei bis drei Jahre luftig, vor Regen geschützt und frei von Verschmutzungen gelagert werden. Nach dieser Lagerzeit hat Holz nur noch 15 bis 20% Restfeuchte. Es heizt hervorragend und verbrennt schadstoffarm.

Für offene Kamine oder Kaminöfen eignen sich alle Laubharthölzer sehr gut als Energieträger. Es brennt langsamer und anhaltender als Nadelholz, bildet aber etwas mehr Asche. Günstiges Nadelholz kann unter Beachtung bestimmter Kriterien auch zum Einsatz kommen.

Noch ein paar Zahlen zu Holz:

  • Mitteleuropäische Nutzhölzer haben bei einem üblichen Wassergehalt von 20 % einen Heizwert zwischen 3,9 und 4,0 kWh/kg. Kiefer und Tanne haben bei 20% Restfeuchte etwa 300 kg/rm  (Raummeter) und die beliebte Buche etwa 500kg/rm.
  • der Holzzuwachs beträgt 11,2 m³ je Hektar und Jahr oder 121,6 Mio. m³ pro Jahr in Deutschland
  • Jährlich werden in Deutschland rund 20 Millionen Festmeter Scheitholz für Öfen und Kamine produziert und verkauft.
  • Ein Raummeter entspricht einem Würfel von einem Meter (1 m) Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter (1 m³), geschichteter Holzstücke (unbestimmter Länge), einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.
  • Der Festmeter (fm oder F) ist ein Raummaß für Rundholz. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter (m³) fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung.

 

Die 10 wichtigsten Kaminholz Informationen

  1. Kaminholz sollte mindestens 1 Jahr, besser 2 Jahre abgelagert sein, nur dann konnte genügend Feuchtigkeit entweichen
  2. Feuchtes Kaminholz brennt nicht nur schlecht, es hat auch eine wesentlich schlechtere Energieausbeute und belastet auch unnötig die Umwelt
  3. Kaminholz möglichst trocken lagern aber nie luftundurchlässig abdecken, denn das  führt zur Schimmelbildung am Brennholz
  4. Kaminholz immer luftig stapeln, mit genügend Abstand zu den Wänden am Haus, damit eine gute Luftzirkulation erreicht wird.
  5. Käfer oder Larven im Kaminholz sind in der Regel kein Problem für im Haus verbaute Holzteile. Holzschädlinge benötigen ein anderes Milieu.
  6. Schlecht getrocknetes Kaminholz führt zur Versottung ihres Kamins. Es dringen kondensierte Abgase mit Wasser, Schwefel und Teer in den Kamin und den Schornstein ein und können zu braunen Flecken und unangenehmen Geruch führen.
  7. Kaminholzkauf möglichst mit guten Brennwerten zu kaufen. Buche, Eiche, Robinie, Esche, Birke, Ahorn gehören dazu.
  8. Bei der Verbrennung immer auf eine ausreichende Luftzufuhr achten. Beim Schwelen des Holzes entstehen sonst giftige Gase.
  9. Ist Kaminholz aus Fichte, Tanne, Kiefer u.s.w., sollte man bei der Feuerung im Kaminofen auch Harthölzer beimengen um Schwelbrände im Kaminofen zu vermeiden.
  10. Kaminholz sollte aus unbehandelten Hölzer bestehen und nur unbehandeltes Holz darf auch verbrannt werden. Spanplatten und Möbel (mit Leim getränkt und ggf. funiert) oder mit Lacke, Farben u.a. Anstrichen behandelte Hölzer dürfen nicht verbrannt werden.

Holz Pellets

Bei der Herstellung von Holzpellets, wird mittels einer Kollergangpresse das Ausgangsmaterial durch eine flache oder ringförmige Matrize (Flach- oder Ringmatrize) mit Bohrungen gemäß der gewünschten Pelletdurchmesser gepresst. Die beim Pressen entstehende Wärme (bis zu 130 °C) aktiviert die Bindemittel und sorgt für eine Verbindung der einzelnen Späne. Ein Messer schneidet die Pelletstränge nach dem Austreten aus der Matrize auf die gewünschte Länge. Pellets werden lose in Silofahrzeugen mit Einblasvorrichtung oder abgepackt in Säcken oder Bigbags ausgeliefert.

ENplus – Das neue Qualitätssiegel für Pellets

Holzpellets sind ein umweltfreundlicher Brennstoff, der für ein CO2-neutrales Heizen mit größter Energieeffizienz steht. Die kleinen Sticks werden immer beliebter: So wurden 2012 rund 40.000 neue Pelletanlagen installiert. Um der wachsenden Zahl an Pelletnutzern einen Brennstoff mit hoher Qualität zu bieten, unterliegen Pellets allgemein geltenden Normen. Die neue EU-Norm EN 14961-2 löst die bisher gültige DIN-Norm ab.
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